Routen
München im Nationalsozialismus
(Länge ca. 7-10 km)
Nach München kam der junge Hitler noch vor dem Ersten Weltkrieg, hier wurde die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) gegründet und in München scheiterte im November 1923 der Hitler-Putsch. Nicht zuletzt deshalb verlieh Adolf Hitler der Landeshauptstadt 1935 den Titel „Hauptstadt der Bewegung“, zudem zählte München zu den fünf sogenanten „Führerstädten“, für die man gigantische Umbaupläne anfertigen ließ.
Viele der Bauten aus dem Dritten Reich wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber keineswegs alles – allen voran nicht die „Führerbauten“ am Königsplatz, in denen die Parteizentrale der NSDAP residierte. Mit einem Blick in den praktisch original erhaltenen Führerbau (jetzt Musikhochschule) – hier wurde 1938 das Münchener Abkommen besiegelt – starten wir die Tour. Der angrenzende Königsplatz mit seinem neoklassizistischen Charakter diente während der NS-Zeit der Inszenierung der Partei.
Auf der Tour laufen wir nicht nur an zahlreichen Bauten aus der Nazizeit vorbei zum Haus der Kunst (in der NS-Zeit: „Haus der Deutschen Kunst“). Genauso erinnern wir an besondere Orte der Schreckensherrschaft und an den Widerstand gegen die Diktatur. Dazu zählen die ehemalige Gestapo-Zentrale, die Universität mit ihrem Bodendenkmal für die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, das Denkmal für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft und der Justizpalast, wo die Mitglieder der Weißen Rose zum Tod verurteilt wurden.
Wir überqueren die Isar, werfen einen Blick auf Adolf Hitlers früheres Wohnhaus am Prinzregentenplatz sowie auf die „Versuchsbauten für die Südstadt“, eine Kombination aus Wohnblocks und Bunkern. Wieder zurück auf der anderen Flussseite unternehmen wir einen gedanklichen Ausflug in die gigantischen Baupläne für die „Führerstadt“.
Treffpunkt: Königsplatz (U2, Haltestelle Königsplatz) oder individueller Treffpunkt
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